Drucken

+ japanischer Grüntee Herstellung und Beschreib...

+ japanischer Grüntee Herstellung und Beschreibung


Der Grüne Tee aus Japan, kann auf eine sehr lange Tradition zurückblicken. Hier in Japan liegt die Wiege feinster Teeherstellungsverfahren weltweit und die Erfindung des Sencha und Gyokuro. Dies aber wäre nicht möglich gewesen, wenn es nicht viele gute Beziehungen zum Mutterland des Grüntees, China, gegeben hätte. Die allerersten Teesamen kamen nach einer Überlieferung durch buddhistischen Mönche von China nach Japan. Der grüne Tee wurde hauptsächlich wegen seiner belebenden Wirkung, spirituellen Öffnung und Heilkraft geschätzt. Anders als heute wurden die Teeblätter damals entweder frisch, oder meistens als Teekuchen zusammen mit anderen Zutaten in einem Wasserkessel gekocht. In China bildete sich während der Song Dynastie eine neue Methode zur Herstellung und Zubereitung von Tee. Es entstand ein Pulvertee. Nach kurzer Zeit gelang der Pulvertee (chin.: Mocha, jap.: Matcha) auch nach Japan. Das Pulver wurde aus entweder frischen oder getrockneten Teeblättern der Sorte Tencha gemahlen. Auch heute noch wird er so hergestellt.

+ japanischer Grüntee Herstellung und Beschreibung

Man unterschiedet u.a. Grünteesorten

Sencha Tee: Der Sencha (gedämpfter Tee) wird der Sonne ausgesetzt. Durch die Sonneneinstrahlung soll die Chlorophyll-Bildung angeregt werden. Dadurch entwickelt der Tee einen beachtenswert hohen Gehalt an Aminosäuren wie beispielsweise L-Theanin und Catechinen. Gepflückt bzw. geerntet werden die jungen und mittleren Triebe, die im Anschluss sofort verarbeitet werden. Die Verarbeitung des Grüntee in Japan und dem Mutterland China unterscheiden sich. In China wird der Grüne Tee meist geröstet und in Japan schonend gedämpft. Beim Sencha dauert diese Dämpfung nur etwa 10 bis 30 Sekunden. Nach der Dämpfung werden die Blätter mit heißer Luft getrocknet und geschüttelt und schließlich zu kleinen flachen Nadeln gerollt.

Shincha Tee: (Neuer Tee) ist die Vorernte eines Jahrs. Die jüngsten und feinsten Teeblätter werden meist zu einer speziellen, limitierten Edition von Japans besten Tees produziert. Seit einigen Jahren ist der Shincha auch in Deutschland bekannt und wird immer beliebter. Shincha hat in der Regel einen leichten, frischen und süßlichen Geschmack.

Gyokuro Tee: Gyokuro (Schattentee) gehört in Japan zu den edelsten japanischen grünen Tees. Seine besonderen Inhaltsstoffe und Wirkung erhält der Gyokuro aus der Vollbeschattung. Durch die Beschattung werden die Bitterstoffe stark reduziert. Gyokuro bedeutet aus dem Japanischen wörtlich übersetzt „Jade Tropfen“. Der Ursprung des Namens stammt aus der Form der Teenadeln, die bei der Verarbeitung früher wie kleine, Tropfen geformt wurden. Gyokuro wird in Japan besonders gern zu besonderen Anlässen serviert.

Kabusecha Tee: Kabusecha (abgedeckter Tee) ist ein japanischer Halbschattentee. Um die Qualität der Teepflanzen zu verbessern, deckt man die Teepflanzen in einigen südlichen Regionen Japans mit Netzen ab. Durch die Netze kommt nur etwa die Hälfte des Sonnenlichts durch (Halbschatten). Der Halbschattentee Kabusecha besitzt viele Wirkstoffe. Ein besonderes duftiges und frisches Aroma rundet den Geschmack ab. Kabusecha vereint die Charaktereigenschaften von Gyokuro und Sencha.

Bancha Tee: Ein weiterer grüner Tee aus Japan ist der Bancha (gewöhnlich). In Japan ist es ein sogenannter Alltagstee, ähnlich wie auch der Sencha. Bancha besteht aus den Blättern, die nach der Pflückung des Senchas neu nachkommen. Er wird im Juni als zweiter Tee (Nibancha) und im August (Sanbancha) gepflückt. Die im Herbst gepflückte Sorte ist der Aki-Bancha. Bancha zeichnet sich durch einen geringen Koffeingehalt aus, ist jedoch reich an Gerbstoffen.

Genmaicha Tee: Genmaicha wird durch eine besondere japanische Grüntee-Zubereitung hergestellt. Diese enthält geröstete und teilweise gepoppte Naturreiskörner. Durch diese Zubereitung erhält der Genmaicha ein leicht malziges Röstaroma. Einst wurde der Genmaicha als gestreckter Arme-Leute-Tee bezeichnet. Er diente als Überbrückung zwischen den einzelnen Mahlzeiten. Heute wird der Genmaicha jedoch in allen Bevölkerungsschichten getrunken, auch gern zusammen mit dem bekannten Matcha.

Matcha Tee: Matcha (gemahlener Tee) ist ein zu feinstes Pulver vermahlener Grüntee, der auch in der japanischen Teezeremonie verwendet wird. Matcha besticht durch seine intensive grüne Farbe. Sein Geschmack kann an als lieblich-süßlich bezeichnen. Spätere Pflückungen haben einen leicht herben Geschmack. Der für Matcha vorgesehene Grüntee (Tencha) wird von Teesträuchern geerntet, die in der Regel vier Wochen vor der Ernte beschattet werden. Durch die Beschattung entsteht ein bestechendes, dunkelgrünes Blatt. Nach der Ernte werden die Teeblätter gedämpft, getrocknet und nach Entfernung aller groben Blattgefäße in Steinmühlen zu feinem Pulver gemahlen. Matcha ist eine sehr edle Teesorte. Matcha Tee sollte immer in einem geeigneten Gefäß gut verschlossen sowie kühl und trocken gelagert werden.

GABA Tee: Ein sehr beliebter japanischer Grüntee ist der GABA Tee (Gabaron). Der GABA Tee wurde in Japan entwickelt und ist auch unter Funktionstee bekannt. Dieser Tee wird einem speziellen Herstellungsverfahren unterzogen. Er wird allgemein aus grünem Tee, aber in Taiwan und China auch aus Oolong-Tee und schwarzem Tee gewonnen (Gabalong-Tee). Der GABA-Tee besitzt einen enorm hohen Gehalt der speziellen Aminosäure GABA (bis zu 50fach mehr als normaler grüner Tee und andere Lebensmittel). GABA Tee sagt man eine positive gesundheitliche Wirkung nach. GABA Tee in guter Qualität besitzt einen sehr beliebten nussigen, warmen Geschmack.

Mizudashi (Kaltwassertee): Mizudashi Tee, kalt aufgegossen, ist ein erfrischender Tee für warme Sommertage. Seinen vollen und süßlichen Geschmack entfaltet er aber auch warm aufgegossen.

Kukicha Tee: Der japanische Grüntee Kukicha (Stiel) besteht hauptsächlich aus den Stängeln und Blattrippen der Teepflanze. Kukicha Tee enthält dadurch weniger Koffein als andere grüne Tees. So kann man den Tee auch am Abend genießen. Sein Geschmack ist mild, leicht nussig und cremig süß.

Kokeicha: Kokeicha Tee ist in unserer Region noch nicht so sehr bekannt. Teekenner und Teeliebhaber schätzen aber einen guten Kokeicha. Kokeicha ist ein japanischer Grüntee. Bei der Herstellung von Kokeicha wird feines Teepulver unter hohem Druck und Wasserdampf durch spezielle Düsen gepresst. Im Anschluss wird dieser Tee in Stengel geschnitten. Kokeicha ist mild-herb im Geschmack.

Tamayokucha: Tamaryokucha (Edelstein) ist ein grüner Tee aus Japan. Dieser Tee ist auch unter dem Namen Guricha bekannt. Tamaryokucha besticht durch seinen intensiv-grasigen Geschmack. Dieser Tee eignet sich durch seine geringen Gerb- und Bitterstoffe sehr gut für Einsteiger. Tamaryokucha wird vor der Trocknung nicht gerollt, sondern man lässt die Teeblätter in ihrer ursprünglichen, kommaförmigen Form.

Houjicha Tee: Houjicha (Rösttee) ist ein gerösteter japanischer Grüntee. Die Blätter des Houjicha werden durch das Rösten braun. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal ist der Geschmack. Dieser unterscheidet sich deutlich von den „grünen“ Grüntees. Durch das Rösten verliert der Tee einen großen Teil seines Koffeingehalts sowie Teile der anderen typischen Inhaltsstoffe. Dadurch wirkt Houjicha Tee nicht anregend aber dafür sehr magenfreundlich. So kann man Houjicha Tee auch am Abend gut trinken. In Japan wird dieser Tee auch zum Essen gereicht. Im Sommer kann man Houjicha Tee gekühlt genießen.


Anzeige pro Seite
Sortieren nach

Neu BIO Gyokuro, Grüner Tee (verpackt)

Artikel-Nr.: 1304

16,00 € *
Auf Lager
innerhalb 3 - 5 Tagen lieferbar

Neu BIO Kabuse Sencha, Grüner Tee (verpackt)

Artikel-Nr.: 1308

15,00 € / Packung(en) *
Auf Lager
innerhalb 3-5 Tagen lieferbar

Neu BIO Shincha Saemidori Premium, Grüner Tee (verpackt)

Artikel-Nr.: 1309

25,00 € / Packung(en) *
Auf Lager
innerhalb 3 - 5 Tagen lieferbar

Neu BIO Sencha Hinagiku, Grüner Tee (verpackt)

Artikel-Nr.: 1314

10,00 € / Packung(en) *
*
Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand